TRAINING LAB
Aktuell

Einleseprobleme diverser Sportuhren (Hardware-Interfaces)

Aus aktuellem Anlass:

Wir haben in letzter Zeit einige Anfragen erhalten, die auf die Beschaffung und Nutzbarkeit diverser (Einlese)-Interfaces abzielten.

Leider können wir Euch in dieser Sache nicht weiterhelfen und auch nicht vermitteln, da wir selbst weder Hardware verkaufen noch mit den Herstellern in dieser Sache kooperieren (können).

 

 

Daraus folgt:

  • Sollte Euch eines dieser Interfaces kaputtgehen oder verloren gehen und dieses weder reparabel noch neu zu beschaffen sein, dann sieht es leider eher schlecht aus. Manche Sportuhren und Bikecomputer können nur über solche optionalen Interfaces ausgelesen werden und wenn diese Interfaces nicht mehr vorhanden sind, dann besteht hardwareseitig keine Möglichkeit an die Daten zu kommen.
  • Bei einem Neukauf darauf achten, dass der Hersteller entsprechende Interfaces auch (noch) anbietet, sofern das Gerät über ein spezielles Interface eingelesen werden muss und ihr beabsichtigt, die protokollierten Daten hinterher automatisiert auszuwerten. Anderenfalls werdet ihr nicht umhinkommen, die Daten manuell einzupflegen -> an die wirklich interessanten protokollierten Daten(reihen) werdet ihr in dem Fall aber nicht herankommen, sondern maximal an die Basis-Statistikdaten, die man hinterher in der Zusammenfassung auf dem Gerätedisplay ablesen kann.
  • Ein weiteres Problem tut sich mittlerweile bei sehr alten Geräten auf, wenn die Interfaces von aktuellen Windows-Versionen treiberseitig nicht mehr unterstützt werden. Auch in dieser Sache können wir Euch leider nicht weiterhelfen. Die TrainingLab Pro bietet zwar einige Importfilter an, die teilweise wirklich sehr alte Geräte abdecken – unter anderem Geräte, die schon Anfang 2000 auf den Markt kamen, wie z.B. die alte HAC4-Geräteserie -, aber wenn der Unterbau den Zugriff auf diese Geräte nicht mehr zulässt, dann sind uns definitiv die Hände gebunden (in diesen Fällen wird dann in der Regel auch die Hersteller eigene Softwarelösung nicht mehr funktionieren). Vielleicht wäre das auch der richtige Zeitpunkt, über einen Neukauf nachzudenken – wobei ich an dieser Stelle aber niemandem sein altes liebgewonnenes Gerät madigmachen will! -, denn die Hersteller sprechen in diesen Fällen oftmals von Legacy-Geräten und verweisen dann auch gerne mal auf Thirdparty-Hersteller, die deren Support (mit)übernehmen sollen.

Wir können daher nur empfehlen, beim Neukauf dieses Thema nicht zu vernachlässigen. Wenn ihr gänzlich* auf der sicheren Seite bleiben wollt, dann machen Geräte, die direkt über ein einfaches USB-Datenkabel ausgelesen werden können und ein standardisiertes Datenformat (z.B. das *.fit Format) unterstützen, sicherlich die wenigsten Probleme (da man im Falle des Falles die Daten vom Gerät immer direkt lokal auslesen kann).

Ansonsten werden ja viele aktuelle Geräte direkt per Bluetooth/WLAN über eine Hersteller-App ausgelesen. Das ist insofern erstmal unproblematisch, solange der Hersteller den Zugriff auf die Daten über seinen Webservice (alternativ zwischengeschalteter Clouddienst, API, App, etc.) ermöglicht. Sollte der Hersteller aber seinen Webservice herunterfahren oder den Zugriff darauf reglementieren, dann kann das natürlich Auswirkung auf den Zugriff jener Daten haben. Die Erfahrung zeigt, dass sowas in der Tat ab und an vorkommen kann (auch bei größeren Herstellern, die sich irgendwann ihrer alten Zöpfe entledigen müssen).

Von den hier erwähnten Altgeräten abgesehen, haben wir zuletzt Anfragen erhalten, die auf Geräte abzielten, die sich anscheinend noch aktiv im (Ab)Verkauf befinden, aber die dazugehörenden Interfaces scheinen sehr rar zu sein. Again, in dem Fall müsst ihr bitte direkt beim Hersteller vorsprechen oder bei den einschlägigen Versendern euer Glück versuchen -> mitunter haben diese noch jene Interfaces im Sortiment (aber garantieren können wir das nicht und wir sind in dieser Hersteller->Kunden(verkaufs)-Kette auch nicht involviert).

* Was das gänzlich betrifft: 100%’tige Sicherheit gibt es in der IT-Branche bekanntlich nicht -> möglicherweise wird irgendwann auch der USB-Mass Storage oder MTP Zugriff vom Markt verschwinden, aber dann wird sich das Thema Desktop-Software vermutlich sowieso erledigt haben.

Diesen Beitrag bitte nicht als Panikmache verstehen, sondern lediglich als Versuch, etwas Klarheit zu schaffen. Auch ich habe hier einige Altgeräte liegen, die ich gerne noch nutzen würde, die aber aus diversen Gründen nicht mehr funktionieren (und sei es nur, weil es für einen proprietären SPD-Sensor im Jahr 2019 keinen Ersatz mehr gibt und die Batterie des Sensors nicht gewechselt werden kann 🙁 ). Manchmal muss man die Dinge so nehmen, wie sie kommen bzw. irgendwann den Status Quo akzeptieren!

PS: Wenn alle Stricke reißen und man auf sein altes Gerät partout nicht verzichten will, dann können findige Bastler eventuell noch einmal das Ruder herumreißen. Hier eine kleine Anregung aus meinem Blog: Working with Prototypes Part 2 (‚Smooth‘ ist anders 🙂 )

1 Kommentar zu Einleseprobleme diverser Sportuhren (Hardware-Interfaces)

  1. [Hinweis des Moderators: ich habe mir erlaubt, den Beitrag etwas zu überarbeiten und Bezüge zu diversen Firmen/Herstellern/Markennamen zu entfernen]

    Danke für den Beitrag. Ich kann mir gut denken, daß eine meiner Mails diesen Beitrag mit zu verantworten hat. Ich habe vor nicht all zu langer Zeit einen Bike Computer über Amazon erworben, der auf der Herstellerseite (XY) aktiv beworben wird und bei dem die optionale PC-Auswertung explizit hervorgehoben wird. Die dazugehörende Traininglab PC-Software habe ich zeitgleich hier über diese Webseite erworben. Allerdings wußte ich in dem Moment noch nicht, daß es für diesen Bikecomputer keine Interfaces mehr gibt (zumindest nicht im deutschsprachigen Raum bei den bekannten Internet-Händlern).
    Sämtliche Anfragen … blieben unbeantwortet. Ich hatte also einen Bike-Computer erworben, der aufgrund eines nicht lieferbaren Interfaces entgegen der Werbung auf der Webseite am PC nicht mehr ausgewertet werden kann.
    Um das alles nicht künstlich in die Länge zu ziehen, Amazon hat sich als sehr kulant erwiesen und den Bikecomputer trotz Verstreichen der Vier-Wochen Frist zurückgenommen und Herr Welz hatte mir ohne größeres Nachbohren angeboten, die 24.90 € für die Vollversion zurückzuerstatten, was ich aber dankend abgelehnt habe, da mir Software und die Art der offenen Kommunikation sehr gefällt.
    Ich nutze jetzt einen anderen PC-kompatiblen GPS-Bike Computer und bin wirklich sehr zufrieden. [Moderator: einiges gelöscht, da zu sehr bezugnehmend auf einen Hersteller] … Funktionen … anzupreisen, die vielleicht vor gefühlten 1000 Jahren mal funktioniert haben, nun aber aufgrund fehlender Hardware nicht mehr funktionieren, das ist alles andere als seriös.

    Guido

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