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Der Test: Garmin Edge810 mit Leistungsmessern, BaseCamp, GarminConnect und LiveTracking verwenden

Garmin Edge 810 mit allem Zubehör

Garmin Edge 810 mit allem Zubehör

Wie schon im Januar zur ISPO’13 berichtet überarbeitet Garmin sein Navigationsflaggschiff Edge800 und integriert im neuen Edge810 zusätzlich eine Bluetooth Schnittstelle zur Datenübertragung an Smartphone. Dazu passend hat Garmin auch seine Connect mobile App für iOS und Android herausgebracht. Dies nehmen wir natürlich zum Anlass, auch das Topmodell ausgiebig auf Herz und Nieren zu prüfen. Im ersten Teil wird es zunächst einmal um die Montage des Edges und seine allgemeinen Fähigkeiten gehen. Im zweiten Teil geht es um die Anzeigemöglichkeiten des Gerätes während des Trainings und um die Kombination mit der Garmin connect mobile App. im dritten Teil geht es um Navigation, Kartenmaterial und natürlich BaseCamp. Zuletzt zeigen wir Euch noch die Verwendungsmöglichkeiten mit TrainingLab Pro und ziehen natürlich unser Fazit.

Hardware & Lieferumfang

Garmin Edge 810 mit übergezogener und beigelegter Silikonhülle

Garmin Edge 810 mit übergezogener und beigelegter Silikonhülle

Das von uns getestete Edge810 Bundle umfasst nicht nur den Edge810 samt Ladegerät und “Quarter-turn quick-mount” Halterungen, sondern kommt zusätzlich mit einem hochwertigen Aero-Lenkerhalter, dem Premium Herzfrequenzgurt und dem GSC10 Speed-/Cadance Sensor. Als High-End Variante bietet Garmin noch eine Version mit dem CityNavigator Europa Straßenkartenmaterial an. Egal welches Paket man wählt, das Grundgerät Edge810, ist immer das selbe. Als must-have Extrazubehör kann ich aus eigener Erfahrung jedem nur die spezielle Edge 810 Silikon-Hülle empfehlen. Dieses Accessoires kosten unter 10€ , individualisiert und schützen das Gehäuse. So kann einem der Edge auch mal aus der Hand auf den Asphalt fallen und das Gehäuse bekommt keinen Kratzer ab.

Der Edge810 ist auf Grund seines großen Displays von 3,8 x 5,5cm (6,6cm Diagonale mit ) hinsichtlich der Gesamtmaße von 5,4 x 9,3 x 2,2cm noch im Mittelfeld der auf dem Markt befindlichen Geräte. Sein Gewicht von 98g inklusive eingesetzter MicroSD Karte ist dabei sehr gut und sucht in seiner Klasse momentan zugegebener Maßen seinesgleichen. Das Gehäuse ist auf der Oberseite aus Kunststoff in Hochglanzoptik, welche naturbedingt leider etwas kratzempfindlich ist. Die Unterseite ist wie sein Vorgänger gummiert und somit in einem mattschwarzen Farbton. So liegt der GPS Radcomputer gut in der Hand und ist selbst mit Handschuhen und auch bei Nässe noch griffig. Die “Power”-Taste befindet sich seitlich an der linken Geräteoberseite und die beiden weiteren Tasten “Lap” und “Start/Stopp”  unterhalb des Touchscreen auf der Geräteoberseite. Die Tasten haben alle eine gleichen Druckpunkt und sind gut erreichbar positioniert. Auch habe ich keinen Ungewollten Tastendruck während meiner Testphase registrieren können.

Am Fahrrad wird der Edge entweder mit den etablierten “Quarter-turn quick-mount” Halterungen befestigt. Hier müssen lediglich nur zwei der beiliegenden Gummis über jeweils zwei Haltenasen gespannt werden und schon sitzt der Edge entweder am Lenker oder auf dem Vorbau. In der Bundle Version liegt zudem noch der relativ neue Aero-Lenkerhalter aus edlem mattschwarzmattiertem Aluminium. Er ist wohl eher für das Rennrad beziehungsweise Triathloneinsatz gedacht, rückt der GPS- Tacho recht weit vor den Lenker oder zwischen die “Extensions” des Zeitfahraufsatzes.

Das Touch-Display sitzt hinter einer eher kratzempfindlichen Kunststoffscheibe, welche zwar gehärtet, aber nicht vergleichbar robust wie jene moderne Smartphone Displays ist. Daher empfiehlt sich eine reflexionsmindernde Displayschutzfolie, wie Sie Garmin selbst auch anbietet. Auch mit einer Displayauflösung von 160×240 Pixel hat im Vergleich das aktuelle iPhone 5s fast 19x mehr Pixel! Dies hat aber auch seinen Grund. So ist das Garmin Display darauf getrimmt, zum Einen möglichst stromsparend zu sein und zum Anderen auch bei starkem Sonnenlicht noch abzulesen sein sollte. Bei meinen Tests habe ich unter Praxisrelevanten Konditionen eine Laufzeit von ca. 15h erreicht, welche natürlich hauptsächlich von aktiviertem GPS und der Verwendungszeit & Intensität der Hintergrundbeleuchtung abhängt. Aus Spaß habe ich auch das Gerät mit eingeschaltetem GPS und ohne verbunden ANT+ Sensoren, welches aber keinen nennenswerten Einfluss auf Batterielaufzeit hatte. Aber zurück zum Display. Die Auflösung mag zwar auf dem Papier gering erscheinen, ist aber in der Praxis völlig ausreichend. Daher ist der Kompromiss aus Laufzeit und Ablesbarkeit sehr gut gelungen. Auch bei der Kartendarstellung in voller Fahrt… Der Touchscreen lässt sich intuitiv bedienen und ist nach einer Kalibrierung sehr genau, so dass man alle Tasten oder Icons per Fingerdruck  erwischt – Fast immer! 😉 Bedenken hatte ich allerdings vor der ersten Regenfahrten gehabt, aber auch hier ließ sich das Gerät problemlos bedienen und reagierte auf jeden Fingerzeig. Eine Kleinigkeit am Rande: Obwohl es auf Gesten wie zwischen den verschiedenen Displayansicht hin und her zu wischen, reagiert, ist das hinein oder hinaus zoomen im Kartenmaterial noch recht altertümlich. So muss man auf im Display angezeigte Plus & Minus Schaltflächen drücken, anstatt wie beim Smartphone nur zwei Finger zu spreizen oder zusammenzuführen. Scheinbar ist das Display also nicht mehrfinger geeignet. Zuletzt ist aber noch der Tag- sowie Nachtmodus der Anzeige zu erwähnen, der sich auf Wunsch auch automatisch umstellt. So wird man Nachts nicht von ein einem zu hellen Display geblendet.

Garmin Premium Herzfrequenz Sensor

Der Premium Herzfrequenz Sensor hat zumindest in Hinsicht auf den Gurt zusammen mit dem Garmin HRMrun Sensor im Herbst 2013 eine Überarbeitung erfahren. Daher wird dieser Teil um Weihnachten nachgereicht, wenn ich genügend eigene Erfahrungen damit sammeln konnte.

Garmin GSC10 Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor

Der im Bundle enthaltene kombinierte Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor sollte an der antriebsabgewannten Kettenstrebe montiert werden. Eine genaue Montageanleitung findet Ihr hier (Coming soon!). Als Tipp möchte ich auch hier noch den Hinweis auf einen Rundmagneten mit 10mm Durchmesser für das Pedalauge geben. Ist klein, leicht und 1000-mal besser als alle mitgelieferten Kurbelmagnetlösungen dieser Welt. Einmal richtig montiert ist der GSC10 ein rund-um-sorglos Paket. Durch das vorbeilaufen eines Magneten wird er automatisch geweckt und legt sich bei Inaktivität auch automatisch “schlafen”. Erst  nach gut 1- 1 1/2  Jahren muss man den Sensor für eine Batteriewechsel “anpacken”. Hierfür muss man lediglich mit einer 20cent Münze das Batteriefach öffnen und die CR2032 Batterie tauschen.

Kompatibilität mit der Garmin virb ActionCam

Virb Bedienscreen des Edge810

[Update] Als letztes Add-on kann man den GPS Fahrradcomputer nun auch als Fernbedienung für seine virb ActionCam  verwenden. In dieser Funktion kann man entweder einen Automatik Modus freischalten, also immer wenn der Edge aufzeichnet, wird auch die Aufzeichnung der virb gestartet, oder auch einen manuellen Modus wählen, in welchem auf einer extra Displayseite ein “Touch” Schiebeschalter zum Starten und Stoppen der Videoaufzeichnung angezeigt wird. Da ich momentan auch die virb teste, muss ich sagen, dass dies eine geniale Funktion ist. So erspart man sich den Griff zur Kamera, welche am Helm montiert ist. Mehr zu diesem Thema aber im Test zur Garmin virb (coming soon!). [/Update]

 

Auf der (Ski-)Piste…

Pünktlich zum Skisaisonstart “verschenkt” Garmin für alle kartenfähigen Outdoorgeräte eine POI-Sammlung mit den wichtigsten Skigebieten, deren Pistenplänen, Seilbahninformationen, Hütten&Einkehrmöglichkeiten, Rodelbahnen und vielem mehr. Grund genug, auch in Verbindung mit der virb, den Edge810 auch mit in den Schnee zu nehmen. Mehr zur Installation und Verwendung des Kartenmaterials im 3. Teil dieses Berichtes.

 

1. Teil: Der Edge810 – Hardwarefacts, Lieferumfang, Installation am Rad und die ersten Schritte
2. Teil: Den Edge810 einstellen, alle Möglichkeiten der Anzeige ausschöpfen und die Garmin Connect Mobile App mit Livetracking (Coming soon…)
3. Teil: Karten installieren und die ersten Schritte in BaseCamp und Garmin Connect (Coming soon…)
4. Teil: Der Edge810 und TrainingLab sowie mein Fazit (Coming soon…)

Stand: 26.11.2013 mit Edge810 Firmware 2.80 (12.11.2013)

1 Kommentar zu Der Test: Garmin Edge810 mit Leistungsmessern, BaseCamp, GarminConnect und LiveTracking verwenden

  1. Danke für den ausführlichen Bericht. Damit hat es der Edge 810 noch auf meine Weihnachtswunschliste geschafft. Vorallem das Zusammenspiel mit der neuen Garmin Action Kamera scheint mir eine nette Spielerei zu sein, da man auf diese Weise wohl die Videos hinterher nicht mehr mit den GPS Daten abgleichen muss, wenn man auf GPS-Daten basierte Overlays in die Videos einbinden will.

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